1.12.08

sehe mich versucht ons noturna zu stalken

wir haben quasi den ganzen samstag verbracht. freitag abends im chat, samstag 2 std morgens per telefon, dann das chaos. das kind war nicht mehr bei ihm, er hätte zeit gehabt. doch da er zuhaus bilder aufhing konnte er mir nicht sagen wann. genau hier machten wir den kardinalfehler. er schob mich in eine rufbereitschaft. rufbereitschaft, das ist neben verschlossener tür (bei vorher abgemachter einladung) die zweitschlimmste sache die man mir antun kann. ich fiel ins bett, war durch langen chat übermüdet, richtete mich dann her sodass ich um dreiviertel fünf fertig war, und verfiel dann. es war kalt. hier wie draussen und ich hielt diese rufbereitschaft nicht aus. so rief ich ihn an und sah mich unvermittelt versucht, ihm das ultimatum zu stellen: er könne ja gern zu mir kommen. schließlich bestand unser allererstes streitgespräch darin, dass er dies ja für soo einfach hielt und davon ausging, ich würde wie selbstverständlich zu ihm fahren, nachdem er mich spontan hinbestellt hätte. wir hätten es einfacher machen können. fixer zeitpunkt und ich wäre dagewesen auch wenn dies ein enormes opfer von meiner seite ist. und so fuhr er zu mir, betrachtete all die bescheidenheit ja das elend in dem ich lebe. was dieser mann im beruf an einem tag kostet, dafür arbeite ich ein gesamtes quartal. er flüchtete unvermittelt nach vollzug des zweitversuchs. der erstversuch war mit krampf aber schliesslich doch gelungen. mehr details fallen hier in die diskretion.
kaum war er daheim sah ich ihn online. ich schrieb ihn an, er war kurz angebunden sonntags. abends ein mail von mir an ihn, ob man den zumindest gemeinsam lernen könne. ja und tags darauf ging ich endlich in sein haus das offen war. ich sah die tür und hatte noch nie so ne schwere tür gesehen. ich wurde sentimental, warf mir vor, dass ich samstags nicht selber gefahren war. hätte ihm mein elendsquartier erspart und einen besseren eindruck hinterlassen. aber vermutlich hätte er mich rauskomplimentiert und mich ebenso wie ne schlampe behandelt. von freitag bis montag ging die geschichte. fr-sa-so-mo werden fortan immer unsre tage sein. er wird allein sein und ich werde meine sprache lernen. ich werde an ihn denken und mir dabei, wir hätten gemeinsam gelernt. aber lieber fährt er zu seiner teuren lehrerin nach stadlau. ich habe ja keine vorstellung von der art frauen die so einem außerirdischen exempel tag für tag über den weg laufen. ich war im haus in dem er wohnt, ich schmiss ne nachricht in sein postkästchen. ich weiss ich habe eine grenze überschritten. daher dieser blog um die energie umzulenken. weil stalking ist immer die projektion eigener träume nach draussen. ich will mit diesem dokument festhalten wann ich mich wie weit wieder eingekriegt hat. neben der rufbereitschaft an mich hat dieser mann einen kapitalfehler begangen: er versendet seine namensadresse. er gibt seine wohnadresse preis. er macht kein geheimnis draus wo er arbeitet und ist in einer personensuchmaschine exzellent mit cVitae vertreten. er ist bei mir als stalkerin in guten händen. ich weiss dass ich mit diesem postschmiss die geschichte nach und nach ablege, ich fuhr noch seinen arbeitsweg zu seinem buero an einer noblen goldbetuchten adresse. ich sinke hin in ehrfurcht vor der eleganz seines lebens. ich könnte nicht mal mit dem mann essen gehen ohne mich für mich genieren zu müssen und noch schlimmer: er müsste sich für mich, meine erscheinung genieren. es ist schlimm von so einem ausserirdischen für einen ons missbräuchlich eingesetzt worden zu sein.

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